Propagandamonat Juli

06.08.2019

Das von Propastop initiierte Thema über das Interview von Mart Helme mit dem russischen Propagandakanal Baltnews hat eine beachtliche Resonanz auch in den anderen Medienausgaben bekommen. Delfi hat einen Artikel veröffentlicht, in dem Kristen Michal mit einem langen Kommentar dieses Thema referiert und vervollständigt hatte. Ein langer Bericht über dieses Thema wurde auch in der Nachrichtensendung „Reporter“ von Kanal2 veröffentlicht.

Das zweite große Thema im Juli betraf die in Russland gegründete Internetlösung Faceapp. Die sehr populär gewordene Faceapp wurde in der kurzen Zeit von mehr als 150 Millionen Nutzern benutzt und hat sowohl wegen ihrer Originalität Aufmerksamkeit bekommen als auch wegen der großen Gefahr für die Privatsphäre der Nutzer. Besonders gründlich wurde über dieses Thema in Forbes berichtet. Es wurde über ihren Kern, Hintergründe, Privatsphäre, wirtschaftliche Einflüsse, aber auch über ihren Autor und Schöpfer.

Geenius.ee hat einen Bericht über das Problem der Privatsphäre auf dieser Plattform veröffentlicht und einen weiteren Bericht darüber, wie eine ähnliche Fake-Plattform Werbungen auf Smartphones bringt.

Viel wurde auch über eine Bitte eines USA-Senators geschrieben, das FBI diese Plattform überprüfen zu lassen.

Im Juli wurde in der Zeitung „Postimees“ ein Interview mit David Patrikarakos veröffentlicht. Auch Propastop hat mit Patrikarakos, der im Mai Estland besucht hatte.

Im Juli wurde ein längeres Interview mit Meelis Kiili, dem ehemaligen Leiter der Defence League veröffentlicht und in der Zeitschrift „Sõdur“ wurde gründlich das Bild über den Verteidigungsbereich Estlands in den russischen Medien behandelt.

Über die Beeinflussungstätigkeiten Russlands wurden im Juli mehrere Materialien veröffentlicht. ERR schrieb darüber, wie die den Lesern Propastops bereits bekannte Jessika Aro einen Vortrag vor dem Komitee für Außenangelegenheiten des Repräsentantenhauses der USA gehalten hatte. Edward Lucas schrieb in der Zeitung „Postimees“ über die Geschichte und über das Interesse Russlands, diese aus seinem Blickwinken zu servieren. Toomas Alatalu hat in einem Bericht in der ERR über das Wesen des Sports als weiche Macht sinniert.

Im Juli konnte man auch mehrere Berichte über Fake-Nachrichten und Manipulationen lesen. Sandra Saar schrieb in der ERR darüber, warum Menschen die Fake-Nachrichten nicht erkennen. Marju Himma hat auf demselben Sender über die Probleme bezüglich der Berichte über wissenschaftliche Studien sinniert und Oto Tuul schrieb über das Wesen der Wortfreiheit, basierend auf seiner Abschlussarbeit.

Im Juli konnten wir auch eine ziemlich eigenartige Situation sehen, wo ein Mitgliedsstaat der EU in den Medien aktiv und absichtlich einen anderen Mitgliedsstaat angreift. Nämlich schrieben ERR, Postimees und Delfi im Juli darüber, wie Ungarn Finnland wegen dessen Medien und Rechtssystem kritisiert.

Foto: Screenschots der Internetumgebungen Postimees.ee und ERR.ee