Die Bibliothek Propastops: Gustav Klucis

16.07.2019

Wenn Du Dich für Propaganda und das visuelle Beeinflussen interessierst, ist es höchste Zeit, sich auf den Weg in Richtung Kumu zu machen. Die Ausstellung der Arbeiten des lettischen Klassikers der visuellen Propaganda, Gustav Klucis, ist bis zum 25. August 2019 geöffnet.

Klucis wird für den berühmtesten aus Lettland stammenden Künstler gehalten, deren bekannteste Werke im sowjetischen Russland geschaffen wurden. Die innovativen, in Fotokollage-Technik gefertigten Plakate von Klucis waren richtungsweisend in der Entwicklung der Werbung und der visuellen Beeinflussungsmittel. In seiner Geschichte liegt gewissermaßen auch eine ironische Tragik – Klucis wurde zum Opfer desselben Regimes, dessen Machtergreifung seine Kunst so eifrig propagiert hatte.

Wir zeigen hier eine Reihe Links, wo über diesen Künstler ausführlicher gelesen werden kann:

Bilder und Texte vom Kunstblog The Charnel-house über Klucis, darunter sein eigener Artikel über die Schöpfung des Fotoplakats aus dem Jahr 1931.

Video des Bowdoin College, wo die versteckten Bedeutungen der Plakate von Klucis analysiert werden (auf Englisch).

Eine Videovorlesung über Klucis, Lektor ist Christina Lodder (auf Englisch).

Den ersten und zweiten Teil des Films des lettischen Regisseurs Peteris Krilovs „Klucis. Dekonstruktion eines Künstlers“ haben wir auf Youtube in russischer Sprache gefunden. In Russland hat dieser Film den propagandistischen Titel „Klucis. Der unechte Lette.“ bekommen.

Bilder:

Ein Illustration von Klucis in der Zeitschrift „die Junge Garde“, 1924. Foto Phil Gyford/Flickr/CC

Ein Wahlplakat von Klucis. Foto: Garrett Ziegler /Flickr / CC