Propagandawörterbuch – bösartige Faktenprüfung

19.03.2021

Faktenkontrolle als Bereich und oft auch als Rubrik auf den Portalen der Medienpublikationen gewinnen zunehmend an Aufmerksamkeit und Popularität. Dies bringt jedoch zunehmend den Begriff der bösartigen Faktenprüfung auf die Tagesordnung.

Die böswillige Faktenprüfung ist eine Handlung, bei der falsche Informationen oder falsche Schlussfolgerungen von einer Wahrheits- und Kontrollerklärung begleitet werden, die behauptet, dass die bereitgestellten Informationen eine Faktenprüfung bestanden haben und daher richtig sind.

Diese Taktik nutzt den guten Ruf der Faktenprüfung als eine Tätigkeit aus, die durch die Einhaltung der Grundsätze der Faktenkontrolle und strukturierter Kontrolltätigkeiten erreicht worden ist, und beruht auf der Annahme, dass niemand mehr die Schlussfolgerungen der Faktenprüfung überprüft. Teilweise fällt eine solche Tätigkeit mit der falschen Flaggentaktik zusammen.

Die Faktenprüfung als solche strebt einen einheitlichen und strukturierten Ansatz an, bei dem die Glaubwürdigkeit des Faktenprüfers durch die Mitgliedschaft in größeren Netzwerken und die Einhaltung der sich daraus ergebenden Grundsätze bestätigt wird.

So versucht ein großer Teil der Faktenkontroll-Unternehmen Mitglied des International Fact-Checking Network (IFCN) am Poynter Institut zu werden.

Foto: Blogtrepreneur/Flickr/CC