Der Estnisch-Lettische Dokumentarfilm über die Kremlpropaganda sammelt Preise

13.12.2019

Die Anfang Juli auf dem Filmfestival in Karlsbad uraufgeführte Estnisch-Lettische Filmproduktion „Unsterbliche“ hat innerhalb eines halben Jahr reichlich Anerkennung und Festivalpreise gesammelt.

„Unsterbliche“, der Film der russischen Regisseurin Ksenija Ohhapkina spricht über die in Russland populäre Jugendbewegung „Junamija“ im sowjetischen Stil.

Laut den Schöpfern des Films versucht der in einer Industriestadt des hohen russischen  Nordens gedrehte Film „Unsterbliche“ zu verstehen, was Menschen dazu verleitet, freiwillig seine Persönlichkeit zu leugnen und eine staatliche Ressource zu werden.

„Kann Mensch in einer totalitären Gesellschaft überhaupt frei sein, wo komplizierte und düstere Strukturen ihre Denkweise schon seit der frühen Kindheit kontrollieren? Der Film beobachtet mit einem frischen Blick, wie die russischen Bürger geformt werden. Der kaum wahrnehmbare, aber sehr anspruchsvolle Blick enthüllt, wie das „System“ in den unschuldigsten Situationen funktioniert, in den verschiedenen Momenten des alltäglichen Lebens “.

Über das mit Junarmija in Verbindung stehende Jugendcamp, an dem auch estnische Jugendliche teilgenommen hatten, schrieb Propastop im August.

Dieser Film hat bereits den Grand Prix beim Filmfestival in Karlsbad gewonnen, den Preis für den besten Film beim Astra Film Festival in Rumänien und beim ArtDokFest in Riga.

Im Jahr 2020 wird „Unsterbliche“ in der Kategorie „abendfüllende Dokumentarfilme“ für einen Oscar nominiert.

Der Film wurde von Riho Västrik produziert und in einer Kooperation des estnischen Filmstudios „Vesilind“ und dem lettischen „VFS Films“ co-produziert.

NB! Der Film wird Ende 2019 und Anfang 2020 von einem Kinobus in den kleineren Kinosälen Estlands gezeigt. Er ist im Dezember im Besucherzentrum Piusa und im Januar im Freizeitzentrum Pirita, im Gemeindezentrum Iisaku und im Kulturzentrum Varstu zu sehen.

Ein längeres Interview mit den Filmemachern kann in der Zeitung „Maaleht“ gelesen werden.

Fotos von der Internetseite des Films: www.immortal.ee